FERTIG, LOS!
FERTIG, LOS!: 22.10.2010, Kammgarn Kaiserslautern: Chaos, Pop & Rock’n’Roll

Los ging’s um 17:15 Uhr in Richtung Kaiserslautern. Eine Fahrt mit Baustellen, unnötigen Geschwindigkeitsbegrenzungen und den üblichen Idioten auf der Straße. Ankunft um 18:15 in Kaiserslautern nach ein paar Minuten Suche, denn das Navi war mit weiteren Baustellen überfordert. Es ging weiter mit der Suche nach dem Eingang, aber das war schnell vorbei, denn der weißte Sprinter mit Münchener Kennzeichen war nicht zu übersehen. Der Anruf meinerseits bei Philipp blieb unbeantwortet, aber als wir uns der Tür näherten war auch klar warum: Soundcheck. Und es klang gut. Dann hieß es also warten. Warten. Warten. Reingehen hätte man können, denn die Tür stand offen. Aber lieber warten… Schließlich war der Soundcheck vorbei und nach und nach kamen fast alle raus. Erst Julia, telefonierend, dann Simon, der jetzt auch offiziell zur Band gehört und schließlich Philipp, der uns dann gleich mit rein nahm. Ein Kurzer Gang durch den Club und schon ging’s hinter einem Vorhang zum Backstage-Bereich. Ein kleiner Raum mit Dusche, einer Spiegelwand, Tisch und Stühlen. Nebenan der Raum von oh•napoleon, der Vorband.
Zunächst ein wenig Smalltalk und schließlich die Aufklärung, warum der Stress bzw. das Chaos: beim Packen des Sprinters sind leider ein paar Sachen in München vergessen worden, ohne die eine 2-wöchige Tour schwierig wird. Also musste geklärt werden, wer diese Dinge für den nächsten Tag von München nach Bayreuth bringt. Zum Glück wurde das durch liebe Freunde der Band schnell geklärt. Dann gab’s für die 4 erst mal was zu tun: Steckbriefe aktualisieren. Denn nach 3 Jahren ist das mal an der Zeit und da Simon ja jetzt offiziell dazu gehört, muss natürlich auch etwas über ihn auf diese Seite. Im Folgenden wurde gequatscht, Bier getrunken und so gingen die eineinhalb Stunden bis zum Start von oh•napoleon schnell rum. Dann ging’s für uns in den Club, der Vorband lauschen und für Fertig, los! hieß es: Vorbereiten auf den Auftritt.


So… oh•napoleon … wer ist das? Die Band, die aus Krefeld stammt, besteht aus 5 Leuten:


Katrin Biniasch am Gesang, Maximilian Frieling an der Gitarre, Maximilian Landwehrjohann an der Gitarre und am Keyboard, Danny Balzer am Bass und Patrick Richardt am Schlagzeug. Der Name? Max stammt aus Ohio, daher OH und aus der Nähe der Stadt Napoleon, somit oh•napoleon. Der Sound? Gut. Geht ins Ohr. Richtung Pop mit einer tollen Stimme. Besonders gut: „Lovers In Your Head“ Eine Demo-EP mit 4 Songs gibt’s für 5 Euro und das Album erscheint voraussichtlich im Februar. Für mehr Infos: www.myspace.com/weareohnapoleon.
oh•napoleon vorbei, kurze Umbaupause und Bühne frei für FERTIG, LOS!. Der erste Song war dann auch gleich der erste Titel des Albums: Ein neuer Gott. Meiner Meinung nach, der perfekte erste Song, denn er geht ins Ohr, reißt mit und sorgt gleich für die richtige Stimmung. Weiter ging‘s dann mit Hol mich hier raus, die perfekte Mischung aus langsamen und ruhigen Strophen, bei denen man automatisch auf den tollen Text achtet und über diesen nachdenkt sowie einem schnelleren Refrain. Es folgte ein Titel vom alten Album, einer meiner persönlichen Lieblingssongs von FERTIG, LOS! Einer, der immer gute Laune macht: Sie ist in mich verliebt Anschließend ging’s zurück zum neuen Album und gleichzeitig zur neuen Single: „Eine schöne Herbstballade“, sagte Philipp und sang: „… und deine leuchtenden Augen, den ersten Moment, ich weiß nicht mehr weiter und alles verschwimmt…“. Ich finde er hat Recht! Als nächstes kam ein Song, den vielleicht nicht jeder kennt, der es aber Wert ist, dass man ihn kennt. Ich weiß nicht was für ein Trick das ist „der mir sagt, dass du es bist“ Ein sehr, sehr schöner Song über die Liebe, die bewiesen werden soll und die Beziehung, die versucht werden soll. Und was in diese Beziehung natürlich auch gehört: füreinander da sein. Somit passend der folgende Song: Wenn du mich brauchst. Das nächste angeschnittene Thema war dann, wie gleich viele Menschen sind, wie Trist deren Leben ist und dass man daraus ausbrechen soll. Oder eben nicht. „Geh, geh wie Die Anderen! Ach scheiße, mach was du willst! Du bist es, die bestimmt. Also wo willst du landen?“ Und irgendwann kommt die Zeit, wo die Beziehung langsam auseinander bricht, der Partner einem fremd wird und es an der Zeit ist, dass etwas Neues kommt. Die Zeit des elektrischen Lichts. Aber irgendwie kann man den ehemaligen Partner doch nicht vergessen. Er geht einem nicht aus dem Kopf. Auch nicht, wenn jemand Neues kommt: Augen zu Man fängt noch mal an, versucht es noch mal, aber das Richtige ist es trotzdem nicht. „Komm schon, komm schon, bring es jetzt zu Ende. Drück ab, wir sind am Ende!“ Und so ist die Beziehung vorbei. Das Konzert ging aber natürlich noch weiter. Akustisch jetzt. Mit einem für Philipp ganz besonderen Lied: Zwischen den Zeilen. Es ging dann auch gleich weiter mit tiefgründigen Texten. Ein Song über Rechtsextremismus, inspiriert durch den Vater eines Freundes von Philipp aus Kindertagen: Links, rechts, links. Man blieb dann auch noch für einen weiteren Titel beim alten Album. Es folgte: Ein Geheimnis Immer gerne gehört, ein tolles Lied . Zu guter Letzt wurden dann Pläne für die Zukunft geschmiedet. Beziehungsweise darüber gesungen, dass es keinen Sinn macht, solche Pläne zu schmieden, denn: Spontanität ist besser und es kommt sowieso alles anders, als man denkt .
Das Konzert war vorbei. Erst mal runter von der Bühne und ab in die Garderobe. Wir schlossen uns an, es ging aber gleich wieder raus zum Merch-Stand und zur lieben Chris, die dort den ganzen Abend dahinter stand. Fotos machen mit den Fans, Autogramme schreiben und als alle weg waren, wurde abgebaut. Wir halfen ein wenig beim Hochtragen, machten dann noch schnell ein paar Bilder mit Philipp, Julia, Flo & Simon und dann hieß es: Raus aus dem Club, denn der wollte schließen. Draußen wurde noch ein wenig gequatscht und beim Beladen des Sprinters zu gesehen. Ich frage mich, ob letztendlich alles reingepasst hat Für uns hieß es dann: Ab nach Hause! Ein schöner Abend ging zu Ende, aber es hatte sich gelohnt.
Impressionen findet ihr hier!
Uns/Wir, das sind: Die liebe Nicki & ich